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Arbeitgebermagazin

Gesunder Rücken

Schluss mit Rücken

Veröffentlicht am:13.02.2025

5 Minuten Lesedauer

Muskel- und Skeletterkrankungen können zu langen Ausfallzeiten führen. Wie Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden zu mehr Bewegung motivieren – auch während der Arbeitszeit.

Zwei Frauen stehen im Büro am Schreibtisch und dehnen sich

© AOK

„Rücken“ ist vermeidbar

Aufstehen, gehen, sich bücken, ein bisschen dehnen. Das tut dem Rücken gut, auch bei der Arbeit. Eine ungesunde Haltung und einseitige Bewegungen dagegen belasten die Wirbelsäule. Laut Fehlzeiten-Report 2024 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) sind Muskel- und Skeletterkrankungen nach Atemwegserkrankungen die zweithäufigste Ursache für Fehltage von Beschäftigten. Dabei sind sie gut vermeidbar.

Um Rückenbeschwerden vorzubeugen, ist es wichtig, die Körperhaltung abwechslungsreich zu gestalten. Das bedeutet, oft zwischen Sitzen, Stehen und Bewegung zu variieren. Arbeitgeber können das fördern. Zum Beispiel durch höhenverstellbare Schreibtische oder mit Schulungen zum dynamischen Sitzen.

Ein Mix aus Sitzen, Gehen, Stehen

Stehen Arbeitsgeräte wie Drucker bewusst weiter weg vom Schreibtisch, animiert auch das zum regelmäßigen Aufstehen. Walk & Talk heißen Besprechungen im Gehen an der frischen Luft. Diese Meeting-Form bringt Beschäftigte spielerisch in Bewegung. Ebenso aktive Kurzpausen mit Bewegungsübungen.

Den Arbeitstag bewegt einteilen – so geht‘s

60 % Sitzen
30 % Stehen
10 % Gehen

Das ist die optimale Formel für einen gesunden Arbeitsalltag und weniger Rückenschmerzen.

Wichtig: Niederschwellige Angebote

Gezielte Angebote zur Kräftigung und Dehnung der Muskulatur und zur Bewegungsförderung aktivieren die Belegschaft. Entscheidend ist, dass die Angebote niederschwellig sind. Außerdem ist es vorteilhaft, wenn sie in der Kernarbeitszeit der meisten Beschäftigten stattfinden. So können möglichst viele im Team erreicht werden. Damit signalisieren Arbeitgeber zudem, wie wichtig ihnen die Gesundheit der Belegschaft ist.

Apps und Browser-Erweiterungen erinnern daran, dass es mal wieder Zeit für eine Pause vom Sitzen ist – auch im Homeoffice. Video-Meetings können regelmäßig im Stehen stattfinden. Schritte-Challenges im Team motivieren dazu, auch zu Hause häufiger den Schreibtisch zu verlassen.

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Rücken-Workout am Arbeitsplatz

Kleiner Aufwand, große Wirkung: drei Übungen für einen starken Rücken. Führungskräfte können sie auch als gemeinsame Übung für einen lockeren Einstieg in ein (Video-)Meeting nutzen:

  • ARMDRÜCKEN

    • Aufrecht hinstellen. Der Rücken ist gerade, die Beine stehen hüftbreit auseinander.
    • Vor der Brust die Handinnenflächen zusammenführen, die Ellenbogen dabei anheben.
    • Die Handflächen fest aneinanderdrücken. 15 Sekunden halten, dann die Spannung lösen.

    3 Wiederholungen

  • ROTATION

    • Entspannt auf einen Stuhl setzen.
    • Den Oberkörper zur rechten Seite drehen. Dabei den ausgestreckten rechten Arm nach oben und hinten bewegen.
    • Der Blick folgt der Hand. Die Position einige Sekunden halten, dann die Seite wechseln.

    zweimal 10 Wiederholungen
     

  • ARMÖFFNER

    • Aufrecht auf den vorderen Teil der Sitzfläche eines Stuhls setzen. Die Füße stehen locker nebeneinander.
    • Die Arme auf Schulterhöhe nach außen strecken, die Hände mit den Handflächen nach vorne drehen und die Arme dann langsam und gestreckt nach hinten ziehen.
    • So weit, dass sich der Brustkorb weitet und die Schulterblätter sich zusammenziehen. 15 Sekunden halten, dann die Spannung lösen.

    3 Wiederholungen
     

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