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Arbeitgebermagazin

Gesundes Arbeiten

Augen entlasten am Arbeitsplatz

Veröffentlicht am:30.01.2025

5 Minuten Lesedauer

Viele Menschen verbringen während der Arbeit die meiste Zeit vor dem Bildschirm. Für die Augen ist das anstrengend. Arbeitgeber und Mitarbeitende können gemeinsam dafür sorgen, dass das nicht ins Auge geht. Dabei spielt die Gestaltung des Arbeitsplatzes eine wichtige Rolle. Tipps zur richtigen Beleuchtung, der Position des Bildschirmes und Augenyoga-Übungen, um die Augen zu entlasten.

Vier Personen sitzen im Großraumbüro an zusammengestellten Tischen vor ihren Laptops und Bildschirmen und unterhalten sich

© alvarez / GettyImages

Warum Bildschirmarbeit die Augen belastet

Stundenlanges Fokussieren auf kurze Entfernung ist nicht gut für die Augen. In der Folge tritt oft ein Brennen oder Flimmern auf, der Blick wird unscharf und auch Kopfschmerzen drohen. Weil wir bei der Bildschirmarbeit außerdem weniger blinzeln, trocknen die Augen schneller aus.

Wird dieser Zustand chronisch, nennt man das „Büro-Augen-Syndrom". Zum Glück sind diese negativen Effekte recht einfach zu vermeiden – solange sowohl Arbeitgeber als auch Belegschaft ihren Teil zu einem augenschonenden Arbeitsalltag beitragen.

Augenfreundliche Beleuchtung

Die Lichtsituation am Arbeitsplatz spielt eine entscheidende Rolle. Zunächst muss es jederzeit hell genug sein, um ohne Anstrengung arbeiten zu können. 500 Lux sind hier das absolute Minimum.

Das um ein Vielfaches hellere Tageslicht gilt allgemein als augenfreundlichste Lichtquelle. Für Schreibtische weitab eines Fensters lohnt sich die Anschaffung individuell einstellbarer Tischleuchten – einerseits, damit die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, andererseits, da die Beschäftigten so die für sie angenehmste Beleuchtung wählen können.

Vorsorge ist besser

Laut § 5 der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge sind Unternehmen verpflichtet, Menschen, die am Bildschirm arbeiten, regelmäßige Augenuntersuchungen anzubieten. Sorgen Sie als Arbeitgeber vor. 
Richten Sie Arbeitsplätze augenfreundlich ein, informieren Sie Ihre Beschäftigten über Augengesundheit und stellen Sie kostenfreie Check-ups bereit.

Den Bildschirm richtig einstellen

Störende Reflexionen gilt es zu vermeiden. Der Bildschirm sollte immer so platziert sein, dass sich darin keine Fensterfronten oder andere Lichtquellen spiegeln. Dazu hilft es, den Bildschirm auf eine angenehme Helligkeit und starke Kontraste einzustellen, denn Letztere entlasten die Augen.

All das hat jedoch nur Sinn, wenn die Mitarbeitenden dann auch im richtigen Abstand vor dem Bildschirm sitzen: Eine Entfernung von 50 bis 80 Zentimetern ist empfehlenswert, wobei bei aufrechtem Sitzen die oberste Zeile nicht über der Höhe der Augen liegen sollte.

Drei Personen sitzen im Büro vor einem großen Fenster an ihren Schreibtischen und arbeiten an ihren Laptops

© Luis Alvarez / GettyImages

Die richtige Arbeitsplatzgestaltung hilft, die Augen gesund zu halten.

Raumklima und Entspannung

Wer überwiegend am Bildschirm arbeitet, kann seine Augen auf viele Arten entlasten. Wichtig ist zum Beispiel die Raumluft. Ist sie verbraucht und trocken, schadet das den Augen. Regelmäßiges Lüften empfiehlt sich darum sehr. Wer dann sowieso schon aufgestanden ist, kann die Gelegenheit für eine kleine Augenpause nutzen.

Ein Glas Tee oder Wasser versorgt den Körper (und damit auch die Schleimhäute) mit neuer Feuchtigkeit. Ein Blick aus dem Fenster entspannt die Augenmuskeln, da sie dann zur Abwechslung etwas Entferntes fokussieren.

Regelmäßige Übungen: Augenyoga

Was auch hilft, um müde Augen frischer zu machen, ist das „Palmieren“. Dabei legt man für mindestens eine Minute die Hände über die Augen, sodass sich das Augenlid noch frei bewegen kann. Die Dunkelphase dient der Entspannung und lässt sich sehr gut mit bewussten Atemübungen kombinieren.

Anwendungen wie diese, die man gemeinhin auch als Augenyoga bezeichnet, gibt es viele: Gerade wer im Alltag viel Zeit vor Bildschirmen von Computern, Tablets oder Geräten zu tun hat, sollte regelmäßig zu diesen Übungen greifen – und als Arbeitgeber auch die Mitarbeitenden aufklären und motivieren.

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