Ein Arbeitnehmer geht vorzeitig in Rente da er die Beschäftigungsjahre zusammen hat. Nun möchte er noch bei uns (gleicher Arbeitgeber) für 4 Monate 1 Tag pro Woche auf 556,00 € Basis weiterarbeiten. Wir haben mit ihm ein befristeter Arbeitsvertrag geschlossen. Ist diese Beschäftigung eine Kurzfristige Beschäftigung oder eine geringfügige Beschäftigung.
Expertenforum - Kurzfristige Beschäftigung oder eine geringfügige Beschäftigung

Expertenforum
Fachleute antworten auf Ihre Fragen zur Sozialversicherung
Fragen Sie Fachleute zu allen Aspekten der Sozialversicherung – im Expertenforum der AOK. An Arbeitstagen bekommen Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort.
Darüber hinaus können Sie sich im Expertenforum mit anderen Nutzern zu persönlichen Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung austauschen.
Profitieren Sie rund um den Jahreswechsel von einem besonderen Angebot. Stellen Sie auch Fragen zum Steuer- und Arbeitsrecht, die Bezug zum Sozialversicherungsrecht haben. Ihre Frage wird dann direkt von unseren externen Steuer- und Arbeitsrechtsfachleuten beantwortet.
-
01
Kurzfristige Beschäftigung oder eine geringfügige Beschäftigung
-
02
RE: Kurzfristige Beschäftigung oder eine geringfügige Beschäftigung
Hallo Personal,
da nach Ihren Informationen das regelmäßige Arbeitsentgelt die aktuelle Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreiten wird und demzufolge die Voraussetzungen einer geringfügig entlohnten Beschäftigung vorliegen, kann diese darüber hinaus auch im Rahmen der Kurzfristigkeit sozialversicherungsfrei abgerechnet werden, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
Hierbei gilt:
Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn diese für eine Zeitdauer ausgeübt wird, die im Laufe eines Kalenderjahres auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage nach ihrer Eigenart oder im Voraus vertraglich begrenzt ist und wenn sie nicht regelmäßig, sondern gelegentlich ausgeübt wird.
Kurzfristigkeit wäre nur dann noch gegeben, wenn die einzelnen Arbeitseinsätze ohne Bestehen einer Abrufbereitschaft, unvorhergesehen zu unterschiedlichen Anlässen und ohne erkennbaren Rhythmus an maximal 70 Arbeitstagen im Kalenderjahr erfolgen und der Betrieb nicht strukturell auf den Einsatz solcher Arbeitskräfte ausgerichtet ist.
Sie liegt nicht mehr vor, wenn zwar die maßgebliche Zeitdauer im Lauf eines Kalenderjahres nicht überschritten wird, jedoch die Beschäftigung im Rahmen eines Dauerarbeitsverhältnisses oder eines regelmäßig wiederkehrenden Arbeitsverhältnisses ausgeübt wird.
In Ihrem Sachverhalt wäre eine kurzfristige Beschäftigung unter der Voraussetzung möglich, dass eine Rahmenvereinbarung geschlossen wird.
Hierbei ist folgendes zu beachten:
Wird eine Rahmenvereinbarung geschlossen, ist diese grundsätzlich auf maximal ein (Zeit-) Jahr zu begrenzen (wie von Ihnen beabsichtigt 4 Monate, z. B. 01.03. bis 30.06.2025). Die Voraussetzungen für eine kurzfristige Beschäftigung sind nur dann erfüllt, wenn eine Rahmenvereinbarung geschlossen wird, die einen Arbeitseinsatz von maximal 70 Arbeitstagen vorsieht.
Dabei ist es unerheblich, ob das regelmäßige monatliche Arbeitsentgelt die aktuelle Geringfügigkeitsgrenze über- oder unterschreitet.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam
Um ein neues Thema im Expertenforum zu eröffnen, müssen Sie sich im AOK Fachportal für Arbeitgeber einloggen.
Jetzt einloggen:
Sie sind noch nicht registriert?
Kontakt zur AOK
Persönlicher Ansprechpartner
E-Mail-Service