Fitness
8 Gründe, warum Schwimmen so gesund ist
Veröffentlicht am:26.06.2020
4 Minuten Lesedauer
Aktualisiert am: 26.03.2025
Fachleute und Sportbegeisterte predigen es seit vielen Jahren, zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigen es und die eigene Erfahrung zeigt es auch: Schwimmen ist gesund. Lesen Sie hier, welche positiven Effekte Schwimmen auf den Körper hat.

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Inhalte im Überblick
- 1. Schwangerschaftsbeschwerden durch Schwimmen vorbeugen
- 2. Schwimmen stärkt das Herz
- 3. Durch Schwimmen Rückenschmerzen und Gelenkprobleme lindern
- 4. Schwimmen als natürliche Hilfe bei Asthma
- 5. Der beste Sport bei Übergewicht? Schwimmen!
- 6. Schwimmen als Ganzkörpertraining
- 7. Mit Schwimmen gesund abnehmen
- 8. Schwimmen ist gut für Gehirn und Psyche
1. Schwangerschaftsbeschwerden durch Schwimmen vorbeugen
Viele Schwangere empfinden die Bewegung im Wasser als angenehm. Durch den Auftrieb fühlt sich der Körper leicht an. Gelenke, die im Alltag das höhere Gewicht tragen müssen, werden entlastet. Auch typische Schwangerschaftsbeschwerden, wie Wassereinlagerungen und Krampfadern, lassen sich abmildern. Denn der Wasserdruck wirkt an den Beinen wie ein natürlicher Kompressionsstrumpf. Und ganz wichtig: Beim Schwimmen ist die Verletzungsgefahr sehr gering.
2. Schwimmen stärkt das Herz
Sportliches Schwimmen bringt das Herz-Kreislauf-System in Schwung und trainiert dabei den Herzmuskel. Durch den Wasserdruck verengen sich die Blutgefäße an der Hautoberfläche. Die Folge: Das Blut wird zurück in den Brustraum gedrängt und das Herz muss kräftiger arbeiten. Langfristig passt sich das Herz an die Belastung an und wird leistungsfähiger.

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3. Durch Schwimmen Rückenschmerzen und Gelenkprobleme lindern
Leiden Sie öfter unter Gelenk- und Rückenschmerzen? Dann bietet Ihnen Schwimmen weitere gesundheitliche Vorteile. Denn im Wasser werden die Gelenke und Bandscheiben entlastet. Außerdem können Sie mit Rückenschwimmen Ihre Rumpf- und Rückenmuskulatur stärken. Zudem profitieren gerade Arthrose-Patienten und Patientinnen vom Sport im Wasser. Für sie gilt nämlich die Empfehlung: Viel bewegen, die Muskeln stärken aber die Gelenke nicht zusätzlich, etwa durch schnelle Richtungswechsel, belasten. Genau das ist beim Schwimmen möglich. Wichtig ist, dass Betroffene auf ihr Körpergefühl achten.
4. Schwimmen als natürliche Hilfe bei Asthma
Schwimmen macht die Atemmuskulatur belastbarer und unterstützt den Schleimtransport aus den Lungen – all das kommt Menschen zugute, die an Asthma leiden. Anfänger und Anfängerinnen sollten jedoch darauf achten, sich langsam an die Anstrengung zu gewöhnen und eine Aufwärmphase sowie regelmäßige Erholungsphasen einlegen. Außerdem wichtig: Asthmatiker und Asthmatikerinnen sollten sich vor dem Sporttreiben ärztlich beraten lassen und gut medikamentös eingestellt sein.
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5. Der beste Sport bei Übergewicht? Schwimmen!
Der Wasserauftrieb hat für Übergewichtige gleich mehrere Vorteile. Sie können im Schwimmbecken sanft trainieren, ohne sich zu überanstrengen, und verbessern mit der Zeit ihr Körpergefühl. Da bei stark Übergewichtigen zudem häufig Kreislauf, Knochen und Gelenke vorbelastet sind, ist Schwimmen ein idealer sanfter Einstieg in regelmäßige sportliche Aktivität. Und besonders für untrainierte Menschen ist auch die geringe Verletzungsgefahr ein Pluspunkt.
6. Schwimmen als Ganzkörpertraining
Beim Schwimmen kräftigen Sie alle Muskelgruppen, vor allem, wenn Sie die Schwimmstile variieren: Brustschwimmen trainiert besonders die Brust-, Schulter-, Arm- und Beinmuskulatur. Beim Kraulen kommt die Kraft überwiegend aus den Armen, zusätzlich trainieren Sie Schultern und Rumpf. Beim Rückenschwimmen profitieren vor allem Rumpf- und Rückenmuskulatur.
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7. Mit Schwimmen gesund abnehmen
Auch in Sachen Kalorienverbrauch kann Schwimmen punkten – ein Grund mehr, das Fitnessstudio durch das Schwimmbad zu ergänzen: Ein 80 Kilogramm schwerer Mensch kann beim langsamen Brustschwimmen etwa 344 Kilokalorien pro Stunde verbrennen, beim schnellen Brustschwimmen sind es etwa 768. Mit schnellem Kraulen können Sie sogar bis zu 900 Kalorien zum Schmelzen bringen. Der Kalorienverbrauch ist im Wasser deswegen so hoch, weil der Körper Energie braucht, um den Temperaturunterschied zum Wasser auszugleichen.
Wer mit Schwimmen abnehmen möchte, muss dafür allerdings regelmäßig trainieren. Das European College of Sport Science (ECSS) und das American College of Sports Medicine (ASCM) empfehlen 250 Minuten moderates Training pro Woche, um effektiv Gewicht zu verlieren. Das sind rund vier Stunden Sport pro Woche. Damit jedoch das Schwimmen gesund bleibt und nicht etwa zu Verletzungen führt, sollten Sie sich zu Beginn nicht überlasten und Ihr Trainingspensum langsam steigern.
8. Schwimmen ist gut für Gehirn und Psyche
Schwimmen erhöht die Durchblutung im Gehirn stärker als viele Sportarten an Land. Forschende haben herausgefunden, dass schon 20 Minuten moderates Schwimmen positiv auf verschiedene kognitive Leistungen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit und das Denken wirken. Regelmäßiges Schwimmen kann unsere geistige Fitness sogar dauerhaft fördern.
Eine weitere Studie ergab, dass Schwimmen positive Effekte auf unsere sensorischen und motorischen Fähigkeiten hat. Wenn wir im Wasser unsere Bahnen ziehen und auch mal den Schwimmstil wechseln, fördert das also nicht nur Beweglichkeit und Koordination, sondern auch Sinne wie Sehen, Hören und Riechen.
Die komplexen Abläufe beim Schwimmen und das Bewegen im Wasser erfordern eine hohe Konzentration. So sind Schwimmende sehr auf sich fokussiert und trainieren ihre Achtsamkeit, was wiederum hilft, Stress abzubauen.
Tipp: Wenn Schwimmen bisher nicht Ihre Sportart war, Sie es nun aber angesichts der zahlreichen positiven Effekte versuchen möchten: Sie können auch als Erwachsene noch mit dem Schwimmen anfangen.