Stationäre Kosten steigen überdurchschnittlich
Die Zahl der stationären Behandlungen liegt zwar noch immer unter dem Vor-Corona-Niveau. Doch die Ausgaben für die Behandlung im Krankenhaus sind seit 2018 stark gestiegen.

Etwa 60 Prozent der Ausgaben im Krankenhaus sind Personalkosten. Bis 2019 machte der ärztliche Dienst den größten Anteil aus, auch wenn die Zahl der Beschäftigten geringer ist als im Pflegedienst. Inzwischen aber entfallen die meisten Personalkosten auf den Pflegedienst – eine Folge davon, dass die Tarifsteigerungen für die „Pflege am Bett“ seit dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz von den Krankenkassen vollständig übernommen werden. Zu „Sonstige“ gehören etwa die Beschäftigten in der Verwaltung, der technische Dienst und das klinische Hauspersonal.
Bei den Sachkosten ist die Verteilung konstant geblieben. An erster Stelle steht der medizinische Bedarf mit einem Anteil von knapp der Hälfte. Die Kosten für Wasser, Energie und Brennstoffe verzeichneten 2022 einen Anstieg von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Verteuerung infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine betraf alle Wirtschafts- und Lebensbereiche.

Durch die Corona-Pandemie liegen die Fallzahlen im Krankenhaus seit 2020 unter dem Niveau von 2019. Dennoch sind die Klinikkosten fast doppelt so stark gestiegen wie die allgemeine Teuerungsrate. Für das erste Halbjahr 2024 verzeichnen die gesetzlichen Krankenkassen einen Anstieg der Krankenhausausgaben gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa acht Prozent. Dabei spielen die Kosten der Kliniken eine wichtige Rolle für die Kalkulation der Vorhaltepauschalen, die im Zuge der anstehenden Krankenhausreform eingeführt werden sollen.
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