Artikel Prävention

Einwurf: Krebsprävention geht alle an

19.03.2025 Franz Kohlhuber 2 Min. Lesedauer

Rund 40 Prozent der Krebsfälle in Deutschland ließen sich vermeiden. Krebshilfe-Vorstand Franz Kohlhuber will die Verhältnisprävention stärken und fordert dafür politische Unterstützung.

Foto: Zwei Hände halten eine Schüssel mit Gemüse.
Menschen zu einem nachhaltig gesundheitsbewussten Verhalten zu motivieren, gehört auch zur Krebsprävention.
Foto: Dr. Franz Kohlhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe
Dr. Franz Kohlhuber ist Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Die Krankheit Krebs ist eines der zentralen Gesundheitsprobleme unseres Landes. In den vergangenen Jahren gab es zwar viele wichtige Fortschritte bei der Entwicklung neuer Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten. Bei der Prävention von Krebs befinden wir uns jedoch noch am Anfang eines langen Weges.

Gesundheitsexperten sind sich einig: Rund 40 Prozent der Krebsfälle in Deutschland wären nach heutigem Wissensstand vermeidbar, wenn alle bekannten Maßnahmen zur Krebsprävention konsequent umgesetzt würden. Die wirksamste Möglichkeit, das eigene Krebsrisiko zu senken, ist eine gesunde Lebensweise – nicht rauchen und möglichst keinen oder nur wenig Alkohol trinken, dafür ausgewogen essen, viel Bewegung und ein normales Körpergewicht halten. 

Doch auch beim Thema Krebsprävention sind noch zahlreiche Fragen offen: Welche biochemischen Prozesse liegen der Krebsentstehung zugrunde? Wie können wir das individuelle Krebsrisiko bestimmen? Und wie können wir Menschen zu einem nachhaltig gesundheitsbewussten Verhalten motivieren? Um darauf Antworten zu finden, wird es notwendig sein, die Präventionsforschung zu stärken und zu intensivieren. In diesem Sinne errichtet die Deutsche Krebshilfe derzeit gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum ein Nationales Krebspräventionszentrum in Heidelberg. 

„Bei der Prävention von Krebs befinden wir uns am Anfang eines langen Weges.“

Dr. Franz Kohlhuber

Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe

Darüber hinaus brauchen wir aber dringend eine nationale Krebspräventionsstrategie. Voraussetzung dafür sind ein entsprechender politischer Wille sowie politische Strategien – in enger Kooperation mit den Strukturen des Gesundheitswesens und relevanten Gesundheitsorganisationen. Wir müssen hin zu einer starken Verhältnisprävention, die für alle Menschen in unserem Land die Bedingungen schafft, einen gesunden Lebensstil zu verfolgen. Die Krebsprävention ist eine essenzielle Investition in die Zukunft und ein Thema, das die neue Bundesregierung sehr ernst nehmen sollte. Die Deutsche Krebshilfe ist hier jederzeit für einen Dialog offen. Denn die Krebsprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Sie betrifft jede und jeden von uns und ist in allen Phasen des Lebens wichtig: von frühester Kindheit an bis ins hohe Alter. 

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