Betriebliche Gesundheit im Mai

Lesen Sie im AOK-Arbeitgeber-Newsletter: INVITAS gGmbH führt BGF-Projekt durch * Neue Ausgabe von gesundes unternehmen: Mitarbeiter in Bewegung bringen * Online-Seminar: Ergonomie im Betrieb * Geheimpreise: Mehrbelastung statt Mehrwert * Vorteil: Fahrrad * Cannabis und Arbeit * Pflegekräfte stärken * Long- und Post-COVID-Coach

INVITAS gGmbH setzt auf Betriebliches Gesundheitsmanagement

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wird die Gesundheit der Beschäftigten immer wichtiger. Die AOK PLUS etablierte mit der INVITAS in Schneeberg das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM). Seitdem ist die Mitarbeiterzufriedenheit gestiegen und der Krankenstand gesunken.

Mit der AOK haben Sie einen starken Partner in Sachen Betriebliche Gesundheit an Ihrer Seite. Eine unserer Kernkompetenzen ist das Durchführen von Projekten zur Betrieblichen Gesundheitsförderung.

In den vergangenen Jahren haben bereits vielerlei Betriebe die Expertise unserer BGF-Experten in Anspruch genommen. Wie das bei der INVITAS läuft, welche Erfahrungen gemacht wurden, lesen Sie im AOK-Fachportal für Arbeitgeber. Dort finden Sie auch einen Überblick über alle BGF-Projekte der AOK PLUS.

Neue Ausgabe des AOK-Arbeitgebermagazins gesundes unternehmen: Mitarbeiter in Bewegung bringen

Draußen wird es langsam wärmer, viele Menschen beginnen nun wieder damit mehr Sport zu treiben. Diesen Schwung können Arbeitgeber mitnehmen, auch über den Frühling hinaus – denn Bewegung hat immer Hochsaison. Und gesunde und ausgeglichene Mitarbeitende sind leistungsfähiger und seltener krank. Das ist ein Fakt, der für alle Unternehmen gilt, unabhängig von ihrer Größe.

Wie sorgen Unternehmen dafür, dass ihre Mitarbeitenden auch während der Arbeit buchstäblich in Bewegung bleiben? Denn neben Sport in der Freizeit ist auch Bewegung im Alltag wichtig. Schon kleine Veränderungen können einen großen Unterschied machen.

In der Titelgeschichte des Magazins gesundes unternehmen finden Sie kreative Ideen für mehr körperliche Aktivität am Arbeitsplatz. Speziell für das Personal- und Lohnbüro finden Sie einen herausnehmbaren Innenteil zu Sozialversicherung und Recht: personal wissen.

Das herausnehmbare BGF-Poster beschäftigt sich mit dem Thema „Mit Allergien am Arbeitsplatz umgehen“. Wer unter allergischen Reaktionen leidet, kann während der Arbeit oft nicht mehr die volle Leistung bringen. Deshalb empfiehlt es sich für Arbeitgeber passende Maßnahmen anzuwenden:

  • den Arbeitsplatz adäquat lüften und reinigen,
  • Schutzkleidung anbieten oder
  • sich über Zusatzstoffe im Kantinenessen informieren.

Sie erhalten Infos und Tipps, wie Sie und Ihr Team am besten auf allergisch Reagierende Rücksicht nehmen.

Das Magazin können Sie im Fachportal für Arbeitgeber herunterladen.

Online-Seminar: Wie stehts um Ihre Haltung? Ergonomie im Betrieb

Eine durchdachte ergonomische Arbeitsplatzgestaltung kann nicht nur das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter fördern, sondern auch die Produktivität deutlich steigern. Erfahren Sie, wie Sie ergonomische Herausforderungen erkennen und effektive Lösungen umsetzen können, mit fachlicher Expertise durch den AMD TÜV Arbeitsmedizinische Dienste GmbH und praktischen Einblicken für Ihren Arbeitsplatz durch Grzanna Büroservice.

Das Online-Seminar findet am 5. Juni 2024, von 14 bis 15 Uhr über die Plattform "Microsoft Teams" statt. Eine Anmeldung ist hier oder per Mail unter kontakt@erz-gesund.de möglich.

AOK PLUS zu Geheimpreisen: Mehrbelastung statt Mehrwert

Noch in diesem Herbst soll das Medizinforschungsgesetz in Kraft treten. Aktuell liegt der Kabinettsentwurf dazu vor. Mit dem Gesetz sollen die Rahmenbedingungen für die Entwicklung, Zulassung und Herstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten verbessert werden. Gleichzeitig will die Bundesregierung damit Bürokratie abbauen und die Prüfverfahren für die medizinische Forschung beschleunigen.

Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender AOK PLUS, begrüßt diese Vorhaben ausdrücklich, lehnt jedoch gleichzeitig die Pläne ab, dass Pharmaunternehmen zukünftig die mit den Krankenkassen verhandelten Preise für innovative Medikamente geheim halten können. „Ausgerechnet im Arzneimittelbereich sollen wir uns nun ein gutes Stück weit von der Transparenz verabschieden? Das geplante Medizinforschungsgesetz könnte ermöglichen, dass Pharmaunternehmen zukünftig die mit den Krankenkassen verhandelten Preise für innovative Medikamente geheim halten können“, so Striebel.

Mehr erfahren auf der AOK PLUS-Website und bei LinkedIN.

Vorteil: Fahrrad

Radfahren stärkt den sozialen Zusammenhalt. Das belegt eine aktuelle Studie der Fakultät für Psychologie an der FernUniversität in Hagen. Das ist auch für Arbeitgeber eine interessante Erkenntnis.

Die Forschenden verstehen „sozialen Zusammenhalt“ als ein Konzept mit vielen Facetten. Zu diesen gehöre im Kern, Vielfalt zu akzeptieren und sich am Gemeinwohl zu orientieren – zwei auch für Arbeitgeber relevante Sachverhalte. Denn zunehmend sind die Gesellschaft und damit auch Unternehmen von Zuwanderung, globaler Vernetzung, demografischem Wandel, unterschiedlichen Lebensformen und Weltanschauungen geprägt. Das stellt Arbeitgeber vor neue Herausforderungen und macht das aktive Managen heterogener Belegschaften zu einer der Hauptaufgaben von Führungskräften.

Darüber hinaus ist aus zahlreichen Studien bekannt, dass moderate Bewegung der Gesundheit guttut, – und dass Menschen, die mit dem Rad zur Arbeit pendeln, deutlich seltener krank sind. Denn Radfahren steigert die körperliche Fitness, verbessert die Ausdauer und stärkt das Herz-Kreislauf-System. Bewegung wirkt sich zudem positiv auf die mentale Gesundheit aus. Insbesondere Radfahren fördert das Wohlbefinden, kann die Stimmung verbessern und Stressabbau beschleunigen.

Die AOK-Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ begeistert seit 20 Jahren Berufstätige dafür, den Arbeitsweg per Fahrrad zurückzulegen. Die Aktion läuft noch bis 31. August 2024. Darüber hinaus können Unternehmen das erfolgreiche Konzept durch Microsites adaptieren und so eine betriebsinterne Gesundheitskampagne umsetzen. Und zu gewinnen gibt es auch noch etwas.

Dazu kommt, „insbesondere inmitten der Diskussionen über den Klimawandel trifft die Aktion den Nerv der Zeit“, ergänzt Sven Nobereit, Vorsitzender des Verwaltungsrates der AOK PLUS. „Denn Umweltschutz und das Bewusstsein für die eigene Gesundheit laufen hierbei Hand in Hand. Um gerade für die Umwelt noch ein bisschen mehr zu tun, stiften wir jedes Jahr pro 1.500 geradelte Kilometer je einen Baum für regionale Wiederaufforstungsprojekte.“

In Sachsen und Thüringen kamen so letztes Jahr mit insgesamt 5,7 Millionen erradelten Kilometern 3.850 Bäume zusammen und somit schon ein ganzer Wald. „Auch in diesem Herbst wollen wir wieder Bäume pflanzen und hoffen daher auf viele fleißige Radlerinnen und Radler“, so Nobereit.

Eine Tourauftaktveranstaltung ist am 22. Mai 2024 ab 9 Uhr im Augustiner Kloster Erfurt geplant. Dort werden Dr. Stefan Knupfer (Vorstand AOK PLUS), Sven Nobereit (Vorsitzender des Verwaltungsrates VWR), Daniela Kolbe (Vorsitzende des VWR), weitere AOK PLUS Vertreter aus der Region Erfurt sowie die Thüringer Verkehrsministerin Susanna Karawanskij (angefragt) und Vera Hohlfeld (ehemalige Deutsche Radrennfahrerin und amtierende Direktorin der Lotto Thüringen Ladies Tour) in die Pedale treten.

Cannabis und Arbeit

Mit der Teillegalisierung von Cannabis sind Anbau und Besitz der Droge jetzt mit Einschränkungen erlaubt. Für Arbeitgeber bringt diese Veränderung besondere Herausforderungen mit sich. Mitarbeitende dürfen nicht unter dem Einfluss von Cannabis stehen, wenn sie zur Arbeit kommen, oder sogar während der Arbeitszeit Cannabis konsumieren (DGUV Vorschrift 1). Das gilt allem voran für Bereiche, in denen Sicherheit und Konzentration von entscheidender Bedeutung sind, zum Beispiel im Bauwesen, in der Gesundheits- oder Transportbranche.

Neben vorhandenen Angeboten zur Suchtprävention können weitere Maßnahmen sinnvoll sein:

  • Schulungsprogramme, die über die Auswirkungen von Cannabis auf die kognitive Funktion, Reaktionszeiten und das Risiko von Arbeitsunfällen informieren.
  • Gespräche mit Mitarbeitenden, die möglicherweise ein problematisches Konsumverhalten zeigen. Dazu empfiehlt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) auch unabhängig vom Thema Cannabis einen sogenannten Stufenplan mit fünf aufeinanderfolgenden Gesprächen.
  • Eine Überarbeitung der betriebsinternen Drogenrichtlinien, mit der klaren Botschaft, dass der Konsum von Cannabis am Arbeitsplatz nicht toleriert wird und Verstöße gegen entsprechende Unternehmensrichtlinien disziplinarische Maßnahmen nach sich ziehen.

Mit dem Themenspecial „Suchtprävention bei der Arbeit“ unterstützt die AOK Arbeitgeber dabei, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und auf Suchtverhalten angemessen zu reagieren.

Pflegekräfte stärken

Am Tag der Pflege, dem 12. Mai, wird jährlich weltweit die Arbeit der Pflegekräfte gewürdigt. In Deutschland sollen diese nun ähnlich wie in angelsächsischen und skandinavischen Ländern entsprechend ihrer Qualifikationen mehr Kompetenzen erhalten. Das Bundesministerium für Gesundheit will noch vor der Sommerpause das sogenannte Pflegekompetenzgesetz vorlegen. Der Entwurf wird vom Ministerium gemeinsam mit dem Deutschen Pflegerat e. V. erarbeitet. Das geplante Gesetz soll zwei Teile umfassen:

  1. Verbesserung der Pflegekompetenz: In Zukunft sollen Pflegekräfte mehr ohne Weisung durch Ärztinnen oder Ärzte entscheiden können, zum Beispiel bei der Versorgung von Menschen, die an Diabetes oder Demenz erkrankt sind. Auch sollen sie Arbeiten übernehmen können, die bislang nur von ärztlichem Personal erbracht werden durften.
  2. Ein neues Angebot für Langzeitpflege mit dem Arbeitstitel „stambulante Versorgung“, das in Deutschland bislang fehlt: Dabei verbleiben Pflegebedürftige, die nicht in ein Pflegeheim möchten, in einer besonderen Wohnform. Diese soll so gestaltet sein, dass sie eine pflegerische Versorgung auch bei höheren Pflegegraden ermöglicht – als Alternative zum betreuten Wohnen und zu klassischen Pflegeheimen.

Damit reagiert der Gesetzgeber auf die steigende Zahl der Pflegebedürftigen – was Pflegedienste generell vor große Herausforderungen stellt. Mehr Kompetenzen für Pflegekräfte bedeutet allerdings auch mehr Belastung. Umso wichtiger ist die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) in der Pflege, um die Beschäftigten gesund und motiviert zu halten. Die AOK hält unterschiedlichste Maßnahmen für diese Berufsgruppe bereit.

Coach gegen Long- und Post-COVID

Noch im Jahr 2023 verzeichneten Unternehmen sehr lange Ausfälle von Beschäftigten aufgrund von Long- und Post-COVID. Mittlerweile ist ein positiver Trend zu beobachten. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO).

Long- und Post-COVID-Betroffene kämpfen mit Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kurzatmigkeit und zahlreichen weiteren Symptomen. Die AOK unterstützt hier mit dem Long-COVID-Coach. Auf den Coach-Seiten im Internet stehen Informationen zu den häufigsten Symptomen und Hinweise zu medizinischer Unterstützung zur Verfügung. Dazu gehören Erläuterungen zur koordinierten Behandlung sowie regionale Angebote. Darüber hinaus sind Anleitungen zu finden, mit denen sich Beschwerden selbstständig und als Ergänzung zur ärztlichen Behandlung abmildern lassen. In kurzen Videos werden beispielsweise Übungen gegen Schwindel, Sensibilitäts- oder Kognitive Störungen, Atemnot oder Energiemangel (Fatigue) thematisiert. Auch Tipps zur gelingenden Rückkehr in den Alltag wie die stufenweise Wiedereingliederung finden Betroffene dort.

Stand

Erstellt am: 16.05.2024

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