Statement

Reimann: Start des Organspende-Registers kann Anstoß zur Entscheidung sein

15.03.2024 AOK-Bundesverband 2 Min. Lesedauer
Porträt: Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes
Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes

Am kommenden Montag (18. März) wird das neue Organspende-Register freigeschaltet. Bürgerinnen und Bürger können dann über das Portal www.organspende-register.de ihre Haltung zur Organspende dokumentieren, wenn sie sich zuvor mit der eID-Funktion ihres Personalausweises authentifiziert haben. Ab Juli 2024 soll die Authentifizierung dann auch über die GesundheitsID möglich sein, die von der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… und den anderen gesetzlichen Krankenkassen Die 97 Krankenkassen (Stand: 26.01.22) in der gesetzlichen Krankenversicherung verteilen sich auf… bereitgestellt wird. Die Freischaltung des Organspende-Registers kommentiert die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Dr. Carola Reimann, wie folgt:

„Es ist gut, dass das Organ- und Gewebespenderegister nach einigen zeitlichen Verzögerungen endlich startet. Der Start wird hoffentlich für viele Menschen ein Anstoß sein, sich erstmals oder erneut mit dem Thema auseinanderzusetzen und eine persönliche Entscheidung für oder gegen die Organspende zu treffen. Die Dokumentation dieser persönlichen Entscheidung ist schon aus Respekt vor den Menschen geboten, die teilweise seit Jahren auf ein Spenderorgan warten. Sie ist auch wichtig im Hinblick auf die eigenen Angehörigen, die sonst im Ernstfall mit der Entscheidung über die Organspende allein gelassen würden.
 

„Der Anfang ist gemacht, nun gilt es möglichst viele Menschen zur Dokumentation ihrer persönlichen Entscheidung im Register zu bewegen.“

Mit der Online-Authentifizierung per GesundheitsID wird die AOK in der zweiten Jahreshälfte 2024 einen zusätzlichen Weg anbieten, über den Versicherte ihre Entscheidung im Organspende-Register dokumentieren können. Dies wird über die App erfolgen, die auch den Zugang zur persönlichen elektronischen Patientenakte (ePA) ermöglicht. Hier werden wir prominent auf der Startseite auf die neue Möglichkeit hinweisen. Mit dem Start der ePA für alle im Jahr 2025 wird dieser Weg der Authentifizierung noch relevanter werden.

Der Anfang ist gemacht, nun gilt es möglichst viele Menschen zur Dokumentation ihrer persönlichen Entscheidung im Register zu bewegen. Daran wird sich die AOK beteiligen. Schon seit Jahren informieren wir über das Thema und unterstützen Unentschlossene zum Beispiel mit einer Online-Entscheidungshilfe zur Organspende. Bis das Register tatsächlich einen Nutzen in der Praxis entfaltet, wird es allerdings noch eine ganze Weile dauern. Da zum Start noch nicht alle Entnahme-Kliniken angebunden sind, sollte man in der Übergangsphase noch einen Organspendeausweis bei sich tragen, um die eigene Entscheidung für den Fall des Falles sicher und verlässlich zu dokumentieren.“

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Porträt: Dr. Kai Behrens, Pressesprecher des AOK-Bundesverbandes
Pressesprecher

Dr. Kai Behrens

AOK-Bundesverband