STABILE VERSORGUNG IN KRISEN
Resiliente Krankenhäuser: Worauf es jetzt ankommt
Bund, Länder und Kommunen suchen derzeit nach Wegen, ihre Krisenfestigkeit zu stärken – ein Thema, das auch die Gesundheitsversorgung und insbesondere Krankenhäuser betrifft. Wie ein Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin kürzlich zeigte, sind viele Einrichtungen in Deutschland angreifbar und die Reaktionen schleppend. Das liegt auch am föderalen Sonderweg beim Bevölkerungsschutz, der auf Subsidiarität setzt, wo zentrale Leitung die Regel sein sollte. Ein wichtiger Baustein sei eine nationale Lagekoordination für die zivile Gesundheitsversorgung in Krisen, meint der Bundestagsabgeordnete Sascha van Beek (CDU): „Bund, Länder, Bundeswehr, Katastrophenschutz und Krankenhäuser müssen enger zusammenarbeiten und klare Abläufe für den Ernstfall entwickeln.“ Davon würde auch die reguläre Versorgung profitieren.


„Resilienz entsteht entlang der Versorgungskette.“
Gesundheits- und Verteidigungsexperte Sascha van Beek über Wege zu einer sicheren Versorgung im Krisenfall.

Kompetenzen und Akteure im deutschen Bevölkerungsschutz
Der Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin offenbart Schwächen in der Gefahrenabwehr.
4%
aller Krankenhäuser in Deutschland verfügen über Tiefgaragen oder Kellerräume, die im Krisenfall als Behandlungsräume genutzt werden könnten.
Quelle: hcb/DKI-Studie zu Investitionsbedarfen zur Herstellung der Resilienz deutscher Krankenhäuser (2025)- Große Krankenhäuser sind auch 2025 gewachsen.
- G-BA reguliert die hebammengeleitete Geburt.
“Bei der Krisenwarnung und den Reaktionskapazitäten besteht in Deutschland dringender Handlungsbedarf.”Wolfgang Rudischhauser et al., Arbeitspapier Sicherheitspolitik, Nr.1 /2026
Veranstaltungen
6. und 7. Mai 2026 – Gesundheitskongress des Westens, Köln
Produktivität freisetzen – Ambitionen leben!
7. Mai 2026 – 9. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung, Heidelberg
Auf Gesundheit setzen – digital, nachhaltig und partnerschaftlich!
1. und 2. Juni 2026 – Green Hospital Excellence Forum, Frankfurt
Das Event für Klimaneutralität im Gesundheitswesen
PRESSEECHO
Grundsteinlegung für das Zentralklinikum Ostfriesland
Mit einem feierlichen Akt ist am Donnerstagmittag in Uthwerdum der offizielle Grundstein für das lange Zeit umkämpfte Zentralklinikum „ostfriesische Meere“ gelegt worden. Die neue Großklinik mit 814 Betten soll nach derzeitigem Stand im zweiten Quartal 2029 eröffnen. Dann sollen die bisherigen Krankenhäuser in Aurich und Emden schließen. Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff, Vorsitzender der Gesellschafter der Trägergesellschaft, betonte, dass der neue Kurs schon vor der Fertigstellung Wirkung zeige. Man gewinne neue Mitarbeiter, das Vertrauen wachse, und Patienten entschieden sich wieder bewusster für die Versorgung vor Ort. Das Projekt war in der Bevölkerung lange umstritten.
Neue Osnabrücker Zeitung, 16. April 2024
Überschuss für die Kliniken Nordoberpfalz
In einer nach wie vor herausfordernden Gesamtlage für die deutschen Krankenhäuser setzen die Kliniken Nordoberpfalz (KNO) ihre positive wirtschaftliche Entwicklung fort. Dies zeigt unter anderem das vorläufige Jahresergebnis für das Geschäftsjahr 2025. Der kommunale Klinikverbund erwirtschaftete 2025 einen vorläufigen Jahresüberschuss von zirka 816.000 Euro – 2024 lag das Ergebnis noch bei -11,8 Millionen Euro. Im Vergleich zum Wirtschaftsplan ist das Ergebnis um 3,2 Millionen Euro besser. Positiv wirkten einige nicht notwendige Rückzahlungen, zum Beispiel von erhaltenen Energiehilfen, oder ungeplante Zuschläge, wie der befristete Rechnungszuschlag der Bundesregierung.
Oberpfalzecho.de, 1. April 2026
Geesthacht: Insolvenzverfahren aufgehoben
Das Amtsgericht Schwarzenbek (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat das Insolvenzverfahren des Krankenhauses Geesthacht aufgehoben. Nach eigenen Angaben will sich die Klinik jetzt auf ihre neuen Fachbereiche konzentrieren: die Geriatrie, also Altersmedizin, Innere Medizin und die Psychiatrie mit ihren fünf Tageskliniken. Wegen finanzieller Schwierigkeiten hatte das Krankenhaus vor etwa fünf Monaten Insolvenz angemeldet. Im Rahmen der Umstrukturierung zur Fachklinik mussten mehrere Bereiche wie Geburtshilfe und Notaufnahme schließen.
NDR, 1. April 2026